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Ein Dank für Alle! Rückblick und Ausblick auf den 16. Januar

Zwar sind die Aktionen rund um den 16. Januar bereits einige Wochen her, doch auch im Nachhinein ist es dem Bündnis hinter der Meile und den Meilensteinen der Demokratie ein wichtiges Anliegen, sich bei allen Aktiven und Organisationen zu bedanken, die die Aktionen rund um den 16. Januar zu einem vollen Erfolg gemacht haben.

„Mein Dank gilt all denen, die seit 2009 alljährlich im Januar – mitunter bei Regen, Kälte und Schnee – die Meile mit ihrem außerordentlichen Engagement bereichern und Magdeburg ihren Einwohnern und Gästen als ‘bunte Stadt’ präsentieren”, so Holger Platz, Beigeordneter der Landeshaupstadt Magdeburg für Kommunales, Umwelt und allgemeine Verwaltung, und offizieller Versammlungsleiter der Meile der Demokratie.

Viele Bürger*innen waren dem Aufruf zahlreicher Akteur*innen und Organisationen gefolgt, und beteiligten sich an Aktionen überall im Stadtgebiet. Allein auf dem Breiten Weg kamen 10.000 Besucher*innen zusammen, um die vielfältigen Angebote zu nutzen, die sowohl dem Gedenken rund um die historischen Ereignisse des 16. Januar Platz einräumten, als auch zum Dialog und Austausch rund um gesellschaftliche Fragen aufriefen. Das Engagement hinter jeder einzelnen Aktion zeigt, wie bunt und engagiert sich die Zivilgesellschaft in Magdeburg entwickelt hat.

Besonders positive Resonanz erzielte auch in diesem Jahr die Schulmeile, die mit nun 21 teilnehmenden Bildungseinrichtungen erneut gewachsen ist. Die vielen Stände entlang des Breiten Weges sorgten für eine bunte Abwechslung und boten von warmen Getränken bis zu leckeren Waffeln, umfangreiche Informationen zu Themen wie Integration, Toleranz und Vielfalt. Die Schüler*innen waren auch maßgeblich an der Reinigung der Stolpersteine im Vorfeld des 16. Januar beteiligt. Dank deren Einsatzes war es dieses Jahr zum ersten Mal möglich, alle in der Landeshauptstadt verlegten Mahnmale zu reinigen und den Opfern zu gedenken.

Aber nicht nur im Stadtzentrum engagierten sich Bürger*innen für Demokratie und gegen rassistische Hetze. Auch die dezentralen Meilensteine am Nicolai- und Ambrosiusplatz, am Bahnhof Neustadt und Universitätsplatz trugen die Idee der Meile über den Breiten Weg hinaus.

Dennoch liefen an diesem Tag auch Rechtsextreme in Stadtfeld auf. „Magida hat sich mit der Verantwortung für den rechten Aufmarsch zum 16. Januar eindeutig in der rechten Szene positioniert. Jetzt sollte jedem klar sein, wessen Geistes Kind sie sind”, so Susanne Wiedemeyer vom Bündnis gegen Rechts. “Das Konzept von Aktionen überall in der Stadt ist in diesem Jahr wieder aufgegangen.”

Um die 8. Meile der Demokratie, die Meilensteine und weitere Aktionen rund um den 16. Januar auszuwerten, lädt das Bündnis gegen Rechts am 29. Februar 2016 um 18 Uhr in die Altstadtgemeinde Magdeburg. Neben dem Rückblick soll auch die zukünftige Gestaltung und Konzeptionierung der Aktionen im Januar diskutiert und entwickelt werden.

Alle Interessierten sind dazu rechtherzlich eingeladen.